Während für die meisten von uns gerade das Wintertraining begonnen hat, fährt unser Trainer Stefan Rebohl weiter fleißig Rennen. Die schmalen Straßenpneus hat er längst gegen 32 Millimeter breite Crossreifen eingetauscht und macht das Gelände unsicher. Bei der Landesverbandsmeisterschaft von NRW im münsterländische Rheine hielt Stefan unsere Farben hoch und wurde 14. “Der Kurs war völlig neu für mich und schwer war er obendrein”, meinte Stefan zur Strecke der NRW-Meisterschaft. Der technisch anspruchsvolle Parcours führte zwar auch über Waldboden und feste Wege, doch die Schlüsselstellen des Rundkurses waren sandig. Kein Wunder, denn in Teilen handelte es sich um eine Motocrossstrecke.

Die Straßensaison 2011 liegt hinter unserer Mannschaft und wir können ein sehr positives Fazit ziehen: Zwei Siege durch Jens-Christian bei unserem Bergzeitfahren (vor Thomas und Vachi) und Joscha in Frankreich sowie insgesamt 24 Platzierungen unter den besten 15 bei Amateur-Lizenzrennen und weitere gute Resultate in Jedermann-Rennen stehen für die konstante Leistung der Jahner Radsportabteilung, die eine feste Größe im NRW-Radsport ist.

Im letzten Saisonrennen trumpften die Radsportler des TV Jahn Siegen noch einmal richtig auf: David Jung (im Bild links) gelang im Rennen der A/B-Elite ein überraschender 6. Platz und Joscha Weber sprintete unter 2.000 Jedermännern auf Rang 7.

JC 5

Jens-Christian hat seiner beeindruckenden Bilanz 2011 ein weiteres starkes Resultat hinzugefügt: Beim Bergzeitfahren im sauerländischen Altena wurde er Zweiter und unterlag nur seinem Dauerrivalen Yannic Distel.

Thom 5

Thomas Lorsbach hat im hessischen Breidenbach seine dritte Saisonplatzierung eingefahren. Bei herbstlichen Bedingungen wurde der Siegener Dritter. Auch Jan-Patrice Schlimm und Andreas Vach fuhren starke Ergebnisse ein.

Ausgerechnet in der Provence ist Joscha Weber zu seinem ersten Sieg gesprintet. Unweit von seinem ehemaligen Studienort Aix-en-Provence war er im Massensprint von 120 Fahrern der Schnellste. Bei dem 80 Kilometern langen Amateur-Radrennen in der Nähe von Avignon hatte Joscha am Ende sogar drei Radlängen Vorsprung auf die Konkurrenz.

Mit einer starken Leistung beim Radrennen in Pulheim ist Andreas “Vachi” Vach in die B-Klasse aufgestiegen. Im 61 Kilometer langen Rundstreckenrennen reichte ihm Rang vier zum Wiederaufstieg nach nur einer Saison in der C-Klasse.

So viele Starter gab es lange nicht: 60 Radsportler stellten sich dem Kampf gegen die Uhr, gegen den Berg und gegen den inneren Schweinehund. Das traditionelle Bergzeitfahren zur Siegquelle sah aber nicht nur Masse, sondern auch echte Klasse.

Vachi 4

Mit seiner vierten Saisonplatzierung ist Andreas Vach dem Aufstieg in die B-Klasse näher gekommen: Dank Platz vier beim schweren Rennen in Lichtenau-Herbram fehlt ihm nun nur noch ein Top Ten-Ergebnis.

Für nicht wenige Rennradfahrer fällt Mountainbikefahren unter “Fremdgehen”. Denn für viele trennen Rennrad und Mountainbike nicht nur die Dicke der Reifen, sondern auch eine ganze Weltanschauung. Thomas fühlt sich in beiden Welten wohl und wurde bei seinem ersten Mountainbike-Rennen seit Jahren gleich Dritter der NRW-Meisterschaft im Marathon.

Der ganz große Coup gelang ihm nicht, aber mit Rang 2 ein sehr starkes Resultat: Andreas Vach fuhr als Ausreißer in Bellheim unter rund 200 Startern auf das Podium – und das war hier nicht das erste Mal…

Jens-Christian Brockmann beim Alpenbrevet 2011

276 Kilometer, 7.031 Höhenmeter und fünf Alpenpässe stehen für den wohl härtesten Radmarathon Europas: das Alpenbrevet in der Schweiz. Für Jens-Christian Brockmann, Radsportlers des TV Jahn Siegen, ist es das schönste Rennen der Saison, denn hier fährt er besonders gut.

Manchmal lohnt es sich, einen Tag noch nicht zu früh abzuhaken. Andreas „Vachi“ Vach erlebte so einen Tag beim Wegberger Grenzlandrennen. Dort begann er mit einem Sturz und beendete das Rennen auf Platz vier.

So langsam scheint sich Jens-Christian an den hochalpinen “Sommer” akklimatisiert zu haben. Erneut ging er bei für die Jahreszeit ziemlich kühlen Temperaturen bei einem Bergrennen in den Alpen an den Start: Einem Amateur-Elite-Rennen hinauf zum legendären Stilfser Joch. Und nur einer war schneller als unser Bergspezialist.

Thom 4

Gleich zwei Mal durften wir uns in Schmallenberg-Grafschaft freuen: erst kletterte Jens-Christian in gewohnter Manier beim Bergzeitfahren auf Rang fünf, ehe Thomas beim Straßenrennen noch auf das Podest fuhr – trotz widriger Umstände.

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